"Klassik ist wunderbar, aber das ist nicht alles …", sagt Jens Brülls. Wenn man sich seine vielfältigen Aktivitäten und seine facettenreiche Ausbildung ansieht, wird klar was er meint. Neben dem klassischen Schlagzeug setzt er im Unterricht Percussion-Instrumente aller Art ein. Natürlich gehören Bongos, Congas und Djemben dazu, aber nicht nur die lateinamerikanischen und afrikanischen Trommeln sind hervorragende Rhythmusinstrumente auch Besen und andere Alltagsgegenstände können dazu werden. "Ich habe einmal mit Schülern die Besen-Nummer der Percussion-Band Stomp erarbeitet", erzählt er, "und auch schon eine Filmmusik und Hörstücke entwickelt." Selbstverständlich ist für Jens Brülls, dass seine Schüler im Percussion-Ensemble des Instituts mitspielen können. "Dabei können sie untereinander und auch voneinander lernen, - das ist ganz wichtig", erklärt er. Jens Brülls hat das Percussion-Ensemble und auch den Projektbereich "Bandpraxis" zur Förderung des Zusammenspiels junger Bands am Institut für musikalische Bildung gemeinsam mit Stephan Wolke gegründet.
Jens Brülls hat an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der Musikhochschule Detmold, Abteilung Münster, Orchesterschlagwerk studiert. Über Freunde kam er mit dem bekannten Percussionisten Nippy Noya in Kontakt und begann zusätzlich ein Jazz-/Percussionstudium an der Saxion Hogeschool in Enschede. Jens Brülls besuchte immer wieder Meisterkurse, bekam viele verschiedene Stipendien und arbeitet gern bei experimentellen Theaterproduktionen mit. Immer intensiver hat er sich in den letzten Jahren dem Bereich der zeitgenössischen Musik zugewandt und gibt regelmäßige Konzerte mit dem "Ensemble Horizonte".