Irina Chernomor

Querflöte

Schon als Kind träumte sie vom stolzen und farbenreichen Klang der Querflöte. Aber eine eigene Flöte und ein Lehrer für Querflöte schienen für die damals zehnjährige Schülerin in Kasachstan unerreichbar. Nur wenige Jahre später schlug Irina Chernomor - zielstrebig und mit unbeirrbarer Leidenschaft für ihr Instrument - eine Laufbahn als Musikerin ein.

Nach ihrem Abschluss als staatlich geprüfte Musikpädagogin am Konservatorium der damaligen Hauptstadt von Kasachstan Almaty spielte Irina Chernomor zwei Jahre im städtischen Symphonieorchester, bevor sie 2003 mit ihrer Familie nach Deutschland kam. An der Hochschule für Musik Köln, Abteilung Wuppertal, studiert sie bei Uta Linke im Fach Querflöte und steht dort kurz vor dem Abschluss der künstlerischen Instrumentalausbildung. Bei den Internationalen Symphonikern Deutschland spielt sie seit Jahren im Orchester.

Die Musik hat ihr den Einstieg in Deutschland erleichtert. Erstmal durchatmen, heißt ihre Unterrichtsdevise. Denn gut Flöte spielen, weiß Irina Chernomor, kann nur, wer sich wohl fühlt. Bei der Flöte kommt der Klang aus dem Körper. Und so, sagt sie, hat mit einem eigenen Körper jeder Mensch auch einen eigenen Klang. In seinem musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ beschreibt Sergej Prokofjew den Vogel durch die Querflöte. Wenn am Anfang bei den Schülern mal eine „Ente“ dabei heraus kommt, bleibt die Lehrerin gelassen. Und scherzt: Ohne Übung kein freier Flug!